Logo der Habichtswald-Klinik     HABICHTSWALDKLINIK
           Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde                  Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz

                      34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe

                  Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links - speziell auch von
                                    
der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik -  klicken Sie hier

Darmerkrankungen ©

Er hat keinen guten Ruf: der Darm. Dabei leistet das Multitalent, das viel mehr kann als nur Nahrung zu verdauen, nahezu unbemerkt Tag und Nacht Schwerstarbeit. Durch die vielfältigen Funktionen und die Länge des Darms sind die möglichen Erkrankungen entsprechend umfangreich. Fehlfunktionen, bakterielle Erkrankungen, Engpässe, Enzymdefekte oder Anomalien können akute oder auch chronische Beschwerden hervorrufen. Viele Darmerkrankungen könnten durch eine gesunde Lebensführung und durch eine abwechslungsreiche Ernährung vermieden werden. Bei wiederkehrenden oder länger anhaltenden Beschwerden, bei blutigem Stuhl oder starken Schmerzen ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

◄►

Darmerkrankungen - Blähungen

„Hilfe, ich bin ein Ballon!“ oder „Ich traue mich kaum noch, außer Haus zu gehen“ sind Äußerungen, die immer wieder von Patienten zu hören sind. Der Leidensdruck bei Blähungen ist so groß, dass bei vielen Menschen ein echter Krankheitswert vorliegt. Die konventionelle Medizin hat diesem Leiden allerdings nicht viel entgegenzusetzen.  

Blähungen: Ursachen und Symptome – Was versteht man unter (Blähsucht) Blähungen, welche Ursachen können zugrunde liegen?
Bei
Blähungen kommt es zu einer gesteigerten Gasbildung im Darm. Oft liegt ursächlich ein vermehrter bakterieller Abbau von Kohlenhydraten, Fetten oder Ballaststoffen durch Darmbakterien zugrunde. Mitunter besteht ursächlich aber auch eine ganz andere Grunderkrankung, z.B. eine Leberzirrhose mit Pfortaderhochdruck, der zu einer gestörten Verdauung führt. Auch eine neurotische Störung, die mit einem, oft unbewussten vermehrten Luftschlucken (Aerophagie) einhergeht, kann zu Blähungen führen. Wird hingegen gar nicht mehr Gas als normal gebildet, dieses aber subjektiv verstärkt wahrgenommen, so liegt meist ein Reizdarmsyndrom vor.

Blähungen: Diagnostik

Wenn Sie wegen Blähungen zum Gastroenterologen, also zum Facharzt für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehen, so wird er neben einer körperlichen Untersuchung (bei der er dann den bekannten geblähten Bauch feststellt) wahrscheinlich eine Untersuchung des Stuhles auf verstecktes Blut sowie gegebenenfalls eine Magen- und/oder eine Darmspiegelung veranlassen. Diese Untersuchungen sind bei Verdacht auf ein Magen- oder Darmgeschwür, auf Polypen, auf Krebs oder weitere organisch manifeste Erkrankungen durchaus angezeigt. 

 S Bei Blähungen helfen diese Maßnahmen in der Regel nicht weiter, da meist eine Störung der
          Funktion, nicht aber der Struktur vorliegt. Und so wird der von
Blähungen Geplagte meist mit
          der Diagnose "
Blähungen unklarer Genese bei Ausschluss organischer Erkrankungen" oder
          "
Reizdarm"  entlassen oder zum Psychologen/Psychiater überwiesen.
 
Sinnvolle Untersuchungen bei Blähungen sind:

 S Darmflora und Pilznachweis
 S Ausnutzung
 S Pankreas-Elastase (liegt eine
Pankreasinsuffizienz vor?)
 S PMN-Elastase
 S α1-Antitrypnsin
 S Gallensäuren (werden Gallensäuren ungenügend im Dünndarm aufgenommen und
           führen so zu durch dieses
Gallensäureverlustsyndrom zu Störungen im Dickdarm?)

Bei entsprechendem Verdacht (Hinweise in der Anamnese) kommen gegebenenfalls noch weitere Verfahren in Frage wie etwa:

Es gibt mittlerweile einige Labors, die eine solch subtile Diagnostik durchzuführen in der Lage sind. Da die Interpretation der Befunde immer auch die klinische Symptomatik voraussetzt, sollte ein darin erfahrener Therapeut solche Untersuchungen veranlassen, bewerten und die daraus notwendigen therapeutischen Konsequenzen ziehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite „Sinnvolle Diagnostik bei Blähungen" unter: www.reiz-darm-syndrom.de/blaehungen-diagnostik/ und zur Behandlung der Blähungen klicken Sie auf: www.reiz-darm-syndrom.de/blaehungen/

◄►

Entzündliche Darmerkrankungen - Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn zeichnen sich durch Bauchschmerzen, Blähungen, mitunter auch Blut im Stuhl, vor allem aber durch einen chronischen Durchfall aus, der im akuten Schub unter Umständen extreme Ausmaße annehmen kann. Fünf oder zehn breiige bis wässrige Stühle, gelegentlich sogar aber auch fünfzehn oder zwanzig Mal am Tag Durchfall sind bei einem akuten Schub durchaus keine Seltenheit. Sie kommen als Patient dann von der Toilette gar nicht herunter!

Das Allgemeinbefinden ist dabei natürlich sehr eingeschränkt, es kommt zu teilweise dramatischen Gewichtsabnahmen – es bleibt ja quasi nichts mehr drin. Oft wird dann der Facharzt aufgesucht oder es erfolgt eine Klinikeinweisung. Die Diagnose einer entzündlichen Darmerkrankung wird mit Hilfe einer Darm-Spiegelung dann schnell gestellt.

Dann wird eine antientzündliche Therapie eingeleitet. Dabei wird meist Kortison eingesetzt. Kortison kann den akuten Schub abfangen und damit die so genannte Remission einleiten, die Phase mit geringer oder keiner Entzündungsaktivität. Kortison ist jedoch nicht in der Lage, diese Phase stabil zu halten! Zum Remissionserhalt werden daher andere Medikamente eingesetzt (z.B. Mesalazin). Reichen diese Medikamente nicht aus, so kommen auch stärkere Immunsupressiva (Mittel zur „Unterdrückung des Immunsystems“) zum Einsatz.

Gibt es „natürliche Alternativen“?

Im akuten Schub kommt man meist nicht darum herum, diesen mit schulmedizinischen Maßnahmen zu behandeln. Ganz anders schaut dies jedoch beim chronischen Verlauf aus. Gelingt es uns vielleicht, das Themen „Entzündung“ und „Angriff gegen das eigene Selbst“ (und dies ist ja das Wesen einer „Auto-Immun-Erkrankung“) auch anders in den Griff zu kriegen?

Die Patienten neigen nicht selten dazu, Medikamente möglichst rasch zu reduzieren oder gar abzusetzen, wenn es ihnen nur einigermaßen gut geht. Oftmals provoziert aber gerade dies den nächsten Schub. Sinnvoll wäre es, die Medikamente bei subjektiver (z.B. normale Stuhlfrequenz, keine Bauchschmerzen) und objektiver Besserung (keine Entzündungszeichen im Blut) ganz langsam, stufenweise und unter ärztlicher Kontrolle zu reduzieren. Gleichzeitig können Sie schon eine ganze Reihe der unten aufgeführten naturheilkundlichen Maßnahmen zusätzlich anwenden, um der chronischen Entzündungsneigung langfristig erfolgreich entgegen zu wirken. Wir würden also naturheilkundliche Methoden „komplementär“ (ergänzend) zur Schulmedizin einsetzen wollen. Sollte sich irgendwann einmal die Entzündungsaktivität soweit reduziert haben, dass

  • der Stuhl normal geworden ist

  • sich die Enzündungswerte im Blut (BSG, CRP) normalisiert haben

  • und im Stuhl ebenfalls keine Entzündungsaktivität zu registrieren ist,

dann kann langsam und in kleinen Schritten eine Reduktion der entzündungshemmenden Medikamente erfolgen. Vor dem nächsten Reduktionsschritt sollten allerdings wieder die oben genannten drei Punkte überprüft werden. Regelmäßige Darmspiegelungen ergänzen das diagnostische Programm.

Mehr zur Diagnostik, mehr vor allem zur Therapie finden Sie unter:
www.entzuendliche-darmerkrankungen.de/colitis-ulcerosa/ und unter:
www.entzuendliche-darmerkrankungen.de/morbus-crohn/

◄►

Darmerkrankungen - Diarrhoe

Welche Untersuchungen helfen bei Diarrhoe wirklich weiter?

„Vor die Therapie haben die Götter die Diagnostik gestellt!“ lautet eine alte Ärzteweisheit. Wenn immer möglich, sollte man sich um eine Abklärung der Ursachen einer Krankheit oder Befindensstörung bemühen, um dann auch eine sinnvolle, ursächliche Therapie in die Wege leiten zu können.  

Von Diarrhoe dürfen wir sprechen, wenn der Stuhl zu häufig erscheint, zu weich ist oder zu viel Stuhl erscheint. In der Regel bezeichnet man einen Stuhl dann als Diarrhoe, wenn er mehr als dreimal täglich auftritt und/oder eine breiige oder flüssige Konsistenz aufweist.

Weiter gilt es zu unterscheiden, ob eine akute oder eine chronische Diarrhoe vorliegt. Die Ursachen sind hier meist völlig unterschiedlich. Daher ist auch die Therapie eine ganz andere.

Dass aus dem Stuhl wesentlich mehr Informationen als nur das möglicherweise vorhandene versteckte Blut gewonnen werden können, steht zwar in jedem Lehrbuch der Inneren Medizin, wird aber unverständlicherweise von den meisten Ärzten nicht umgesetzt. Die nachfolgend aufgeführten Untersuchungen sind sämtlich schulmedizinisch anerkannt, wenig invasiv (eine Stuhlprobe ist zwar etwas unangenehm, tut aber nicht weh und hat keine Nebenwirkungen) und auch relativ preiswert (im Vergleich etwa zu einer Darmspiegelung).  

Diarrhoe: Welche Rolle spielen Bakterien, Viren und Parasiten?

Eine akute Diarrhoe wird meist von Krankheitserregern verursacht. Dies können „normale“ Darmbakterien sein, an die sich die Bevölkerung eines fernen Landes gut angepasst hat, die auf den deutschen Touristen aber eine „durchschlagende Wirkung“ haben können.

Es kann sich aber auch einmal um so genannte pathogene Krankheitserreger handeln wie Bakterien, Viren oder Parasiten. Oft wird man davon auf einer Fernreise befallen, aber auch in Deutschland kann es einmal einen lokalen Ausbruch einer Salmonellose handeln – besonders wenn Fehler in der Essenszubereitung oder Aufbewahrung gemacht wurden. Beispiele: Tropfwasser aus dem gefrorenen Hähnchen (hier sind relativ oft Salmonellen enthalten, die beim Braten vollständig abgetötet werden) kommt in Kontakt mit dem Schokoladenpudding, in dem sich die Salmonellen fleißig vermehren. Oder der Kartoffelsalat schwitzt beim Grillabend in der Sommerhitze vor sich hin. Kein Lebensmittel ist völlig keimfrei. Wenn man bedenkt, dass unter optimalen Wachstumsbedingungen Bakterien sich alle 20 Minuten verdoppeln können, so ist innerhalb von etwas mehr als 3 h eine Vertausendfachung (!) des Keimgehaltes möglich.

Bei Fernreisen muss man auch einmal an Parasiten (z.B. Amöben) denken, die bei uns praktisch nicht vorkommen.

Wenn eine akute Diarrhoe innerhalb von 2-3 Tagen unter Nahrungskarenz (Teepause, später Zwieback, zerdrückte Banane oder geriebener Apfel) rasch besser wird, braucht nichts weiter unternommen zu werden. Ist die Diarrhoe sehr wässrig, wird überhaupt keine Flüssigkeit drin behalten, geht das Körpergewicht kontinuierlich zurück, gibt es Austrocknungszeichen (tiefe, dunkle Ringe unter den Augen, Hautfalte bleibt stehen, wenn man sie mit zwei Fingern bildet) oder ist die Diarrhoe mit hohem Fieber verbunden, so sollten Sie nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen, damit der gefährlichen Austrocknung entgegen gewirkt werden kann. Besondere Risikogruppen sind hier kleine Kinder und ältere Menschen.

Sollte die Diarrhoe länger als eine Woche anhalten, sollte an diagnostische Maßnahmen gedacht werden – umso eher, wenn Sie sich die Diarrhoe als „Reisesouvenir“ mitgebracht haben. Der Arzt sollte den Stuhl dabei auf folgende Parameter untersuchen:

  • Pathogene (krankheitserregende) Bakterien (Salmonellen, Shigellen, Yersinien,
    Campylobacter)  

  • Rota-Viren

  • Parasiten

  • PMN-Elastase, Lysozym (als Entzündungsmarker).

Je nachdem kann dann eventuell ganz gezielt vorgegangen werden.

Weiter geht es mit der ausführlichen Diagnosefindung unter:
www.darm-erkrankungen.de/diarrhoe/

◄►

Darmerkrankungen - Obstipation

Was ist eine Obstipation?  

Nach der Definition in den Lehrbüchern der Inneren Medizin spricht man von einer Obstipation, wenn der Stuhl seltener als jeden 3. Tag erscheint, wenn er zu hart oder schmerzhaft ist oder wenn zuwenig kommt („Schafsköttel“). Es wäre wünschenswert, wenn der Stuhldrang täglich zur gleichen Zeit einsetzt, und Sie dann spontan und ohne großes Pressen einen weichen, aber geformten Stuhl (die sprichwörtliche „Wurst“) von mittelbrauner Farbe ohne Schmerzen und ohne größere Blähungen entleeren. Der Stuhl sollte nicht stinken und auch nicht stark an Toilettenschüssel oder After kleben. Dies wäre ein idealer Stuhl, wie ihn in so genannten zivilisierten Gesellschaften leider nur noch wenige haben. Es heißt ja auch spöttisch: „Abführmittel und Klopapier gibt es nur in industriell fortgeschrittenen Gesellschaften.“  

Jeden zweiten Tag kann also durchaus normal sein, wenn Menge und Konsistenz unauffällig sind. Viele Menschen meinen, sie müssten jeden Tag „können“. Und wenn man nicht kann, dann muss man halt „müssen“. Nichts ist falscher als diese Meinung! Ebenso wie das Schlafen gehört der Stuhlgang zu unseren natürlichen Funktionen, in die Sie möglichst wenig eingreifen, sondern eher geschehen lassen sollten. Weder Schlaf noch Stuhlgang sollte man erzwingen. Wenn Sie erst einmal beginnen, Schlaf- oder Abführmittel zu nehmen, ist der Weg in die Abhängigkeit bereits gebahnt. Nach wenigen Wochen regelmäßiger Einnahme solcher Mittel werden Sie ohne diese gar nicht mehr auskommen – spontaner Schlaf oder Stuhlgang sind dann fast nicht mehr möglich.  

Wie häufig ist eine Obstipation?  

Statistischen Erhebungen zufolge leidet jeder 4. in Deutschland mindestens gelegentlich unter Obstipation. Korrekter müsste man eigentlich sagen jede 4., da Frauen wesentlich häufiger von Obstipation als Männer betroffen sind. Von diesen Menschen nimmt jeder 4. mindestens gelegentlich Laxantien (Abführmittel). Von denen, die Laxantien nehmen, gebraucht (oder besser vielleicht: missbraucht) wiederum jeder 4. regelmäßig Laxantien. Dies bedeutet, dass bereits eine Laxantienabhängigkeit eingetreten ist. In der Roten Liste, dem Verzeichnis der wichtigsten deutschen Arzneimittel, sind fast 100 Laxantien aufgeführt. Dies unterstreicht die kommerzielle Bedeutung des ProblemsObstipation“. Die Pharmaindustrie nimmt sich der Sorgen der Verstopften gerne an und bietet ihnen preiswerte und zuverlässig wirkende Hilfen. Dass diese Mittel keine Obstipation behandeln, sondern erst erzeugen, sagt die Pharmaindustrie natürlich nicht. Später mehr hierzu…  

Was sind die Ursachen der Obstipation?  

Hier ist zwischen organischen Ursachen und der so genannten „habituellen Obstipation“, also der Obstipation, ohne dass eine genaue Ursache zuzuordnen wäre, zu unterscheiden. Organische Ursachen sind beispielsweise:

  • Dickdarmtumor
  • Enddarmerkrankungen mit schmerzhafter Stuhlentleerung (z.B. Hämorrhoiden, Analfissur)
  • Lähmung des Darmes nach einer Operation
  • Krankhafte Prozesse anderer Organe im Bauchraum (z.B. Nieren- oder Gallenstein, Geschwür, Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Elektrolytstörungen (zuwenig Kalium oder Magnesium, zuviel Kalzium im Blut)
  • Bleivergiftung
  • Einnahme neuer Medikamente, die eine Obstipation begünstigen (z.B. Neuroleptika, Antidepressiva, Opiate, codeinhaltige Hustenmittel, Antazida, Eisenpräparate, Kalziumantagonisten, Diuretika). Schauen Sie bitte in den Beipackzettel des Medikamentes, wenn die Obstipation plötzlich und in zeitlichem Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme auftrat.

Bei der „Obstipation ohne Ursachen“ möchte ich Ihnen zumindest einige bekannte Risikofaktoren angeben, die Obstipation begünstigen:

  • Mangel an Ballaststoffen durch Fehlernährung
  • Fehlernährung, die zur Förderung für die Verdauung ungünstiger Darmkeime führt
  • Mangel an wichtigen Mineralstoffen durch Fehlernährung
  • Ungenügende Flüssigkeitszufuhr (besonders bei älteren Menschen ohne Durstgefühl)
  • Bewegungsarmut
  • Alter
  • Schwangerschaft
  • Klimaänderungen/Reisen
  • Einnahme bestimmter Abführmittel (siehe unten)
  • Psychische Faktoren

Weitere Faktoren für eine Obstipation, Diagnostik und Therapie finden Sie unter:
www.verdauungs-beschwerden.de/obstipation/

◄►

Darmerkrankungen - Reizdarm

Was ist ein Reizdarm?

Viele leiden darunter, wenige werden ernst genommen. Selten bei Freunden und noch seltener bei Ärzten finden Betroffene Verständnis oder gar Hilfe. Was ist zu tun?

Zunächst einmal gilt es genau zu definieren, was ein "Reizdarm" überhaupt ist. Die Diagnose wird möglicherweise zu häufig gestellt, ohne andere Ursachen ausgeschlossen zu haben. Der Reizdarm ist gekennzeichnet durch über lange Zeit (Wochen bis Jahre) immer wiederkehrende Bauchbeschwerden mit Schmerzen, Blähungen, Veränderung des Stuhlverhaltens und der Stuhlbeschaffenheit. Wichtig ist jedoch, dass organische Veränderungen oder biochemische Störungen ausgeschlossen werden - dann und nur dann liegt ein Reizdarm vor! Dies geschieht jedoch meistens nur sehr unvollkommen: Der Ausschluss von Blut im Stuhl (z.B. Haemoccult® Test) und eine unauffällige Koloskopie (Darmspiegelung) reichen hierfür bei Weitem nicht aus.

Wie wird der Reizdarm noch genannt?

Beschwerdefreie Phasen wechseln sich mit Bauchschmerzen unterschiedlicher Stärke und Lokalisation ab. Die Betroffenen sind meist von heftigen Blähungen geplagt. Der Stuhlgang kann zur Verstopfung neigen, mitunter kommen aber auch Durchfälle vor, nicht selten beides im Wechsel. Der Stuhl weist manchmal auch Schleimbeimengungen auf. Nach dem Stuhlgang kann sich der Betroffene erleichtert fühlen oder auch das Gefühl haben, sich nicht völlig entleert zu haben. Die Bauchschmerzen sind oft krampfartig und werden durch Wärme meist gebessert.

Häufig liegen auch noch andere funktionelle Störungen vor, also Erkrankungen, bei denen der Mensch „organisch eigentlich gesund ist“. Einige Patienten neigen zu migräneartigen Kopfschmerzen, manche haben eine Reizblase (häufiger Harndrang, ohne dass Bakterien im Urin nachgewiesen werden können) und andere geben unangenehme Herzsensationen an, ohne dass das Belastungs-EKG, der Herzultraschall oder andere Herzuntersuchungen auffällig sind.

Symptome beim Reizdarm

  • Bauchschmerzen, meist krampfartig, oft vor oder während des Stuhlgangs
  • wässrig-breiiger oder zu harter Stuhl
  • nicht selten Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
  • mitunter Schleimauflagerung auf dem Stuhl
  • Gefühl der inkompletten Entleerung
  • Blähungen mit aufgetriebenem Leib
  • Wärme bessert meist, Aufregungen verschlechtern hingegen 

Wie wird der Reizdarm diagnostiziert?

Eigentlich gar nicht. Vielmehr wird diese Diagnose gestellt, wenn keine andere übrig bleibt. In der konventionellen Diagnostik werden meist Darmspiegelungen und Ultraschalluntersuchungen des Bauches, manchmal auch Magenspiegelungen durchgeführt, um organische Störungen (z. B. ein Geschwür oder eine Geschwulst) auszuschließen. Blut- und Stuhluntersuchungen (meist aber nur auf verstecktes Blut) komplettieren die Diagnostik.

Kommt es damit zu keinem Befund, welcher die Beschwerden erklärt (und das ist oft genug der Fall), wird die Diagnose "Reizdarm" gestellt. Als Empfehlungen werden meist psychotherapeutische Gespräche bzw. beruhigende oder antidepressiv wirkende Medikamente verschrieben. Bevor die Patienten in die "Psycho-Schublade" gesteckt werden, sollten jedoch einige andere Störungen ausgeschlossen werden, die Symptome eines Reizdarms vortäuschen können.

Weiter geht es mit Erkrankungen, die einen Reizdarm vortäuschen können und den Therapiemöglichkeiten, die wirklich helfen unter: www.reiz-darm-syndrom.de/reizdarm/ 

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte - von Abnehmen bis Zöliakie -  finden Sie hier.
In diesem Buch (14,95 € in jedem Buchladen) können Sie auch noch einmal alles Wichtige über Verdauungsstörungen, die durch Darmerkrankungen entstehen, nachlesen. 

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.

Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html

Informationen über ambulante Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
Hier finden Sie weitere Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/

Die aktuellen und archivierten Naturheilkundlichen Newsletter finden Sie hier:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturlheilkundlicher_Newsletter.html

Sie möchten wieder fit für den Alltag werden? Profitieren Sie von unserem speziellen Gesundheitsangebot für Selbstzahler, Privatversicherte und Beihilfeberechtigte. Oder nutzen sie unsere speziellen Angebote bei Bauchbeschwerden, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder einer koronaren Herzkrankheit.
Zu allen Angeboten der Inneren Abteilung für Selbstzahler ohne Kostenübernahme eines offiziellen Kostenträgers für einen stationären Aufenthalt (z. B. Beihilfe und/oder PKV oder andere Kostenträger) bieten wir zusätzlich äußerst attraktive Rabatte.
                                                                                                         Wir behandeln keine Krankheiten
                                                                                                                       wir behandeln Menschen

Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei",
dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Textübersicht unnötiges Papier.

Sagen Sie uns ruhig mal Ihre Meinung!
Oder stellen Sie uns Ihre Fragen...
und klicken Sie hier...

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Die Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert.

Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)

Weitere Fragen?
Schicken Sie uns eine Email

Telefon +49 (0) 56 1- 31 08  - 102 oder - 622
Telefax 31 08 - 104

Habichtswaldklinik

· Impressum· Anfahrt

Wigandstraße 1 · 34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe (Germany)
Telefon +49 (0) 56 1-3108-0 · Telefax 31 08 - 128

Servicetelefon 0800 / 8 90 11 00 · Info-Fax 0800 / 7 32 73 80

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.